Lövenich

Kicken in Europas größter Soccerhalle

Die SoccerWorld in Köln-Lövenich macht ihrem Namen alle Ehre. Mit dem Betreten der größten Fußball-Halle Euopas eröffnet sich eine kleine Welt, in der es ausschließlich ums Kicken geht. Die Fußballatmosphäre wird dabei sofort spürbar. Jedem, der selbst Fußball spielt oder je gespielt hat, wird es bei diesem Anblick in den Zehen jucken.

Die SoccerWorld ist offen für jeden Hobbyfußballer: Hier trifft sich, wer auf seine ganz eigene Art und Weise Spaß am Fußball spielen hat – ganz ohne Leistungs- oder Vereinsdruck. Vom Anfänger über den Hobby-Kicker bis hin zum Profi sind auf den Plätzen der Halle jegliche Stärken vertreten.

Auf einem der insgesamt drei kleineren Spielfelder, den so genannten „Speedsoccer-Plätzen“, rangeln sich sechs Kinder um den Ball. Daneben spielt eine Damenmannschaft auf einem der acht größeren Plätze das klassische „5 gegen 5 Spiel“. Die Alt-Herrenmannschaft am hinteren Ende der Halle lässt es etwas ruhiger angehen und hält einen Plausch über die letzten Ergebnisse der Bundesliga-Spiele.

„Vom Zigeuner bis zum Promi, vom Bambini bis zum Rentner, tritt hier jeder gegen den Ball“ erzählt uns Andreas Wessels, Geschäftsführer und Inhaber der Kölner SoccerWorld. Der ehemalige Bundesliga-Profi hat nicht nur seinen drei Kindern eine Spielwiese erschaffen, sondern zahlreichen kleinen und großen Fußballfans aus Köln und Umgebung. Über 1.200 Kindergeburtstage jährlich, sowie zahlreiche Events und Turniere finden in der größten Indoor-Fußballhalle Europas statt. Daneben hat die SoccerWorld eine eigene Liga, in der sich Hobby-Kicker regelmäßig messen.

Gekickt wird nicht auf irgendeinem Untergrund, sondern auf dem FIFA-Kunstrasen der dritten Generation. Dieser steht einem feinen englischen Rasen in nichts nach. Auch wenn Wessels das nicht gerne sieht, aber eine klassische Grätsche würde ohne böse Verbrennungen an den Oberschenkeln bleiben. „Man fällt wie auf Watte“, schmunzelt Wessels und streicht dabei über seinen ganzen Stolz: „Es ist die Art Kunstrasen, auf dem schon Poldi, Ballack und Co. das wohl wichtigste WM-Qualifikationsspiel in Moskau bestritten.“

Die meisten Hobby-Kicker buchen einen Platz für 90 Minuten. „Danach ist man aber auch fix und fertig“ meint Wessels. Da die Spielfelder sowohl mit einer Rundumbande, als auch mit einem acht Meter hohen Zaun ausgestattet sind, ist der Ball permanent im Spiel. Ohne Unterbrechungen geht es ständig hin und her. „Das macht Spaß, ist aber auch sehr anstrengend“, so der Inhaber.

Nach dem Spiel sorgt die Bar der SoccerWorld für Erfrischung. Von dort können Fußballfans, ihresgleichen beim Kicken in der Halle zuschauen oder die Spiele der Fußball-Profis auf einer großen Leinwand mitverfolgen.

Kleines Manko: Der Heimweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erweist sich als nicht so einfach, denn Busse fahren lediglich bis 20 Uhr. Innerhalb weniger Minuten ist der Bahnhof Lövenich jedoch per pedes zu erreichen. Dort verkehren auch noch zu späterer Stunde regelmäßig S-Bahnen. Unser Fazit: Die Anreise zu Europas größter Soccer-Halle lohnt sich definitiv.

Hier geht es zur SoccerWorld Website

David Hachenberg, Eva Schubert

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