Blumenberg

Skaterpark Blumenberg – Das Allround-Talent

Genau auf der Grenze zwischen Chorweiler-Nord und Blumenberg befindet sich die wohl vielseitigste Freizeitanlage im Kölner Norden. Für Hobby-Kicker oder einen Spaziergang im Grünen ist der Blumenberger Park ideal.

Mitten in einer der grünsten Parkanlagen im Kölner Norden findet man einen großen Asphaltplatz, der entgegen allgemeiner Erwartungen, die jetzt aufkommen mögen, keinen Schandfleck darstellt – ganz im Gegenteil: Das Areal, das unter den Jugendlichen nur als „Skaterpark“ bekannt ist, hat weitaus mehr zu bieten als man unter diesen Namen vermuten könnte.

Der Skaterpark zieht Freizeit-Kicker, Streetballer und eben Skateboarder gleichermaßen an. „Ich spiele dort Fußball und Basketball und benutze den Skaterbereich, zwar selten, aber wenn ich dazu komme, immer gern“, so Zivildienstleister Julian, der nur einen Katzensprung von der Anlage entfernt lebt und mit dieser Aussage schon klar macht, was den Park so besonders macht. Neben Halfpipes und Minirampen gehören zur Anlage auch ein Volleyball-Feld und insgesamt vier Streetball-Körbe.

Das Zentrum des Platzes bildet aber der Bolzplatz: Hockeytore, Asphaltuntergrund, kniehohe Betonbanden und jede Menge Spaß. Ein wahres Paradies für die Künstler unter den Freizeit-Kickern, die gerne auch mal den ein oder anderen Trick auf dem Asphalt zaubern und den Ball am liebsten ins Tor tragen wollen – bei den kleinen Toren ist dies fast schon unausweichlich.

Wer allerdings im Sommer in diesem Park seinen Spaß haben will, muss schon sehr früh aufstehen: „In den Sommermonaten ist hier immer die Hölle los. Da muss man auch mal mit Wartezeiten rechnen“, weiß Julian aus Erfahrung. Aber dank der vielen verschiedenen Angebote könne man sich die Zeit ganz gut vertreiben. Entweder weicht man auf die unzähligen Bolzplätze in der unmittelbaren Umgebung aus oder macht es sich auf einer der vielen Sitzgelegenheiten gemütlich. Zur Not kann man sich auch auf eine der vielen umliegenden Wiesen legen und einfach die Sonne genießen.

Trotz der Harmonie kommt es gelegentlich zu Konflikten zwischen den Sportlern: „Der Platz ist sehr beliebt und da Bolzplatz und Streetball Court sich kreuzen, muss man sich da schon absprechen“, aber „auf die Schnauze wird sich dann nicht gehauen“. In der Regel löse man die Situation mit Vernunft und Geduld, versichert Julian.

Eine bestimmte Altersgruppe lässt sich, vor allem in den Sommermonaten, nicht festmachen, denn dann „strömen ganze Familien mit Grill- und Picknick-Utensilien zur Anlage und haben den ganzen Tag ihren Spaß“. Dann könne es schon mal sein, dass man auch noch bis spät in die Nacht bleibt – und das, obwohl wegen der Dunkelheit an Sport nicht mehr zu denken ist. Für Julian ist die Anlage, egal ob Sportler oder nicht, eine echte Bereicherung für den Kölner Norden. Gerade für den Stadtteil Blumenberg, der von allen Stadtteilen der Domstadt den niedrigsten Altersdurchschnitt besitzt, hat die Anlage einen besonderen Stellenwert. Die Kinder und Jugendlichen haben eine Freizeitmöglichkeit mehr und wissen Besseres mit ihrer Zeit anzufangen, als demotiviert vor dem PC zu sitzen.

Der Platz ist also nicht nur für Hobby-Kicker einen Besuch wert. Wer einfach einen Sommertag genießen will und noch nicht genau weiß, was er machen soll, sollte einfach mal vorbeischauen. Genügend Angebote sind vorhanden.

Manuel Nordmann & Stephan Lohrenz

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