Bickendorf

Neujahrskick an der Playstation entschieden

Ist der Rasen hart wie Stein, wird die "Playsi" Sieger sein . Der etwas andere Neujahrskick mit Profifußballern und Traumtoren.

Das neue Jahrzehnt beginnt schon mal mit einem schlechten Omen. Seit dem Milleniumswechsel ist es Tradition in Bickendorf, das neue Jahr mit einem Fußballakt einzuleiten. Die Gründungsväter dieser Tradition, Olli, Roman und Benni, trafen sich am 1. Januar 2000, um gemeinsam ein paar Bälle auf das Tor zu knallen.

Im nächsten Jahr schlossen sich David und Rene an und auf ein kleines Tor im Blücherpark wurde Zwei gegen Zwei gespielt. Seitdem avancierte der Blücherpark in Bickendorf zur traditionsreichen Austragungsstätte des Neujahrskicks.

Im neuen Jahrzehnt sollte nicht mit dieser Tradition gebrochen werden. Die Kickgemeinschaft bestand am Neujahrstag 2010 aus sagenhaften 14 mehr oder weniger verkaterte Athleten, welche gewillt waren, auf Torjagd zu gehen. Doch Väterchen Frost machte ihnen allen einen Strich durch die Rechnung. Die dichte Schneedecke ließ kein Spiel zu.

Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, benötigten einige jedoch etwas länger als der Rest der Truppe. So wurde der Spielversuch erst abgebrochen, nachdem Roman erfahren musste, dass der Boden unter dem Schnee steinhart gefroren war. Der Versuch, Olli den Ball mittels eines eingesprungenen Tacklings von hinten durch seine geschlossenen Beine zu entwenden, endete für beide mit der schmerzlichen Einsicht, das Duell besser an der Playstation auszufechten.

So wurde das neue Jahrzehnt mit dem ersten „Pro Evolution Soccer Neujahrsturnier“ begrüßt. Im Herzen immer noch Sportler, durfte eine gesunde Ernährung natürlich nicht vernachlässigt werden. So wurden ausschließlich Getreide in flüssiger Form, dünne gebratene Kartoffelscheiben und würzig belegtes Fladenbrot der neapolitanischen Küche gereicht.

Aus Mangel an Controllern konnte leider kein Spiel 7 gegen 7 realisiert werden. Also sah der Spielplan ein Turnier mit 7 Teams àzwei Spielern und einem vom Computer gespielten Team vor.

In zwei Gruppen eingeteilt, musste jedes Team sich mit dem anderen messen. Schnell kristallisierten sich zwei Favoriten heraus. Die „Compis“ bestehend aus Olli und Benni und die „Technos“ David und Rene. In der K.O.-Runde setzten sich beide Teams mehr oder weniger souverän durch, so dass es zum Showdown der beiden „Pro Evo Supermächte“ kommen musste.

Dank der Teilnahmegebühr von fünf Euro pro Teamging es nun im Finale nicht nur um den Titel des ersten PES-Champion 2010, sondern auch um sage und schreibe 35 Euro, die dem siegreichen Team in Aussicht standen.

Den Compis wurden zu Beginn des Turniers die „Three Lions“, die Nationalmannschaft von England zugelost. Noch mehr Losglück hatten die Technos. Fortuna bescherte ihnen “ La Selección“ die spanische Nationalmannschaft. Ein Team, gespickt mit dem feinsten was Pro Evo zu bieten hat. Puyol, Xavi, Iniesta, Villa, Torres & Co sind nur schwer zu besiegen.

So resultierte der Führungstreffer der Technos aus der individuellen Klasse der Spanier. David spielte mit Xavi einen tödlichen Pass, genau in die Nahtstelle der englischen Abwehr, so dass  Rene die Schnelligkeit von Torres nutzen konnte, um frei aus 17 Metern einzunetzen.

In der Folgezeit entwickelte sich ein spannendes Match. Tolle Dribblings auf beiden Seiten, doch bis zur Pause blieb es beim 1:0 für die Technos. In der Halbzeit reagierten die Compis. Sie opferten mit Michael Carrick einen der beiden Sechser und brachten als dritten Stürmer den pfeilschnellen Theo Walcott. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, wie sich später herausstellen sollte.

Die erste hochkarätige Chance der zweiten Halbzeit konnten wiederrum die Technos für sich verbuchen. Doch Torres traf nur das Aluminium und der Nachschuss von Iniesta verfehlte das Ziel recht deutlich.

Bis zur 75. Minute tat sich wenig vor beiden Toren, bis die „Theo-Walcott-Show“ begann. Nach einer abgefangenen Ecke hetzte Olli mit Theo die gesamte rechte  Seite entlang und konnte von niemand gestoppt werden. Sein Pass in den Rückraum der Abwehr musste Rooney nur noch einschieben.

Keine fünf Minuten später war es wieder Walcott, der über rechts durchkam. Seine Flanke fand in Peter Crouch einen dankbaren Abnehmer. Die Compis hatten innerhalb von fünf Minuten das Spiel gedreht und gingen mit 2:1 in Führung.

Die Spanier, in Form von David und Rene, setzten alles auf die Offensive – ohne durchschlagenden Erfolg. So kam es, wie es kommen musste. Wieder war es Theo Walcott der nach einem Befreiungsschlag alleine in der Hälfte der Spanier auftauchte. Mit der Führung im Rücken schien das Selbstbewusstsein der Compis ins Unermessliche gestiegen zu sein. Anstatt den Ball sicher zum 3:1 ins Tor zu schieben, entschied sich Olli dazu, den Schuss nur anzutäuschen, um dann den Torwart zu umkurven.

Was für eine Demütigung für die Spanier. Hilflos mussten sie mit ansehen, wie Walcott mit dem Ball am Fuß einfach über die Torlinie lief und das Spiel entschied.

Die Freude der siegreichen Compis kannte wohl auch deswegen keine Grenzen, da sie beim alljährlichen Kicken an der frischen Luft selten durch gelungene Aktionen zu glänzen wissen. Sollte das Wetter mitspielen, bekommen aber alle am 1. Januar 2011 die Gelegenheit, Olli und Benni zu zeigen, dass die Wahrheit auf dem Platz liegt.

Dass der Ball rund ist, damit das Spiel die Richtung ändern kann. Dass ein Spiel 90 Minuten dauert. Dass Fußball ein Sport ist, bei dem 22 Leute spielen und am Ende die Deutschen gewinnen. Dass vor dem Spiel nach dem Spiel ist. ass das Runde in das Eckige muss und dass sich niemand jetzt Sand in den Kopf stecken sollte.

Benjamin Bonn und Nils Hühn

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