Mediapark

Ein Bolzplatz mit Geschichte

Ein Stück Stadtgeschichte in geheimnisvoller Atmosphäre kann man auf dem Bolzplatz an der Stadtmauer, der nicht weit vom Mediapark entfernt ist, erleben. Der Bolzplatz mit Handballtoren eignet sich super zum spontanen Kicken.

Nur noch Bruchstücke erinnern heute an die 7,5 Kilometer lange Stadtmauer Kölns,  die vor knapp 200 Jahren  als Befestigungsanlage diente. Die damals noch römische Stadtmauer wurde zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert gebaut. Als Abbild des „himmlischen Jerusalems“ wurden zwölf massive Torburgen, 52 Wehrtürme und  zwölf weitere Tore errichtet. Noch bis ins dritte Jahrhundert hinein wurde sie in mehreren Bauphasen erweitert, bevor sie ab 1881 abgerissen wurde.

Bis heute sind noch einige Tore und Mauerabschnitte erhalten geblieben. Unter anderem auch die Gereonsmühle, ein Bestandteil des 300 Meter langen Mauerstücks, das sich vom Gereonswall bis zum Hansaring zieht. An die Mauer grenzen zwei Halbtürme – der Östliche der beiden wurde im 15. Jahrhundert zu einer Windmühle umgebaut.

In dem kleinen Park vor der Stadtmauer wurde ein Denkmal errichtet, das an die Befreiung der deutschen Besatzung in Enschede erinnern soll. Bildhauer Mari Andriessen entwarf das Denkmal 1959, es zeigt eine Frau mit ihrem toten Kind.

Nichts würde hier auf einen Bolzplatz schließen lassen. Doch im Graben, direkt vor der Stadtmauer, wurde ein Bolzplatz mit Handballtoren und anliegendem Basketballfeld gebaut. Hier können Freizeitsportler in gemütlich grüner Atmosphäre  ausgiebig kicken und Spaß haben. Ausweichmöglichkeiten bietet der Klingelpützpark hinter der Stadtmauer. Dort gibt es weitere große Rasenflächen sowie zwei Asphaltplätze.

Bei schönem Wetter zieht es viele Familien in den Park. Denn während die älteren Besucher spazieren gehen oder ein Picknick genießen, können sich die Jüngeren auf dem anliegenden Spielplatz austoben.

Nicht weit von der Gereonsmühle entfernt, liegt der Mediapark, auf dessen Gelände sich viele bekannte Firmen wie EinsLive, EMI Music, das Cinedom und zahlreiche Gastronomien befinden. Blickfang ist der 148 Meter hohe Kölnturm, der 43 Etagen für Büros und Wohnungen hat.

Sabrina Stiller

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